Ihr Monitoring Amelinghausen #6
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im Auftrag der WH Verwaltungsgesellschaft mbH
für das Objekt „Lebens- und Gesundheitszentrum -Haus Odem-“ in Bremen Hemelingen


Vorwort

Sehr geehrte Leser des Monitoring Berichtes,
sehr geehrte Eigentümer eines Pflegeapartments,

in der Version 2021 freuen wir uns, Ihnen aktuelle Informationen zu Ihrer Pflegeimmobilie auf Basis der BIMS-Chancen und Risiken Analyse zur Verfügung zu stellen. Das vergangene Jahr war geprägt von der Covid-19-Pandemie, welche Gesellschaften weltweit vor viele Herausforderungen gestellt hat. Deutschland ist es glücklicherweise gelungen, die Zahl der Covid-19-Verstorbenen gering zu halten. Dennoch lassen sich besonders betroffene Risikogruppen identifizieren, zu denen insbesondere pflegebedürftige Senioren zählen, da Krankheitsverläufe schwerer und die Sterblichkeitsrate höher sind. Neben den Heimbewohnern ist auch das Pflegepersonal zu schützen, da diese beiden Gruppen in direktem Kontakt miteinander sind. Ebenfalls von der Pandemie beeinträchtigt waren die Qualitätsprüfungen des MDK, welche ab November 2019 in überarbeitetem Umfang durchgeführt worden und nach nur 4 Monaten aufgrund der Coronavirus-Pandemie komplett ausgesetzt werden mussten. Mit der Aussetzung der Regelprüfungen wurde das Ziel verfolgt, Infektionsrisiken zu minimieren und personelle Ressourcen der Pflegeeinrichtungen nicht durch Externe zusätzlich zu belasten. Ab dem 01.10.2020 wurden die Qualitätsprüfungen wieder aufgenommen, um angemessene Bedingungen für die Heimbewohner zu gewährleisten. Priorität haben vorerst Anlassprüfungen, welche unter Akzeptanz der individuellen Sicherheitsregelungen der Einrichtungen stattfinden.

Auch die Telemedizin stellt einen lösungsorientierten Ansatz zur Vermeidung von zusätzlichen Infektionsrisiken bei Arztbesuchen zur Verfügung. In den vergangenen Jahren wurde das Angebot der Telemedizin nur sehr selten genutzt und dementsprechend hat sie sich in Deutschland nur langsam weiterentwickelt. Die seit 2018 mögliche Option der Fernbehandlung hätte in Senioreneinrichtungen von großer Bedeutung sein können, um Corona-Infektionen zu vermeiden, jedoch waren notwendigen Techniken nicht installiert und Routinen nicht entstanden. Seit Beginn der Pandemie hat sich dies geändert und Fernbehandlungen verzeichnen ein enormes Wachstum. Neben dem Sicherheitsfaktor bringt die elektronische Arztvisite noch einen anderen positiven Effekt, da die Arbeitsbelastung von Pflegenden verringert werden, indem Zeit, Wege und Ressourcen gespart werden. Eine weitere Änderung ist, dass ab Juli 2021 die Papierrezepte von E-Rezepten abgelöst werden sollen. Hierdurch soll es einfacher werden, alle Beteiligten im Gesundheitswesen zu vernetzen.

Seit Juli 2020 ist es für Pflegeeinrichtungen bereits möglich sich an die Telematikinfrastruktur (TI) anzuschließen. Die Nutzung des E-Rezeptes und der TI ist im Sozialgesetzbuch vorgeschrieben und wird ab 01.01.2022 verpflichtend. Die Verschreibungs- und Einlösevorgänge sind dabei so gestalten, dass sie auch von Patienten ohne mobiles Endgerät genutzt werden können. Für den Versicherten sind die eigenen Daten in der TI über die elektronische Gesundheitskarte (eGK) zugänglich.

Neben der Corona-Pandemie ist auch immer noch die Thematik des Fachkräftemangels aktuell. Das „Sofortprogramm Pflege“ hatte 13.000 Stellen geschaffen, allerdings konnten davon nur 20% besetzt werden. Grund hierfür sind das Fehlen von öffentlicher Wertschätzung, einer angemessenen Bezahlung und schlechte Arbeitsbedingungen. Die Löhne in der Altenpflege sind in den vergangenen Jahren zwar gestiegen, jedoch sind die Differenzen in den Bundesländern sehr groß. Um dies zu beheben, sollen laut des „Gesetzes zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege“, zusätzliche Vollzeitstellen im Pflegekraftbereich vollständig über einen Vergütungszuschlag finanziert werden. Schätzungsweise kann hierdurch je Einrichtung mindestens eine zusätzliche Vollzeitstelle abgedeckt werden.

Außerdem interessant für Betreiber und Investoren ist, dass sich „neue“ Wohnformen zunehmend als weitere Angebote im Wohn- und Versorgungsspektrum für Pflegebedürftige etablieren. Schätzungsweise wohnen bereits 500.000 Senioren in „neuen“ Wohnformen wie Service Wohnen / Betreutes Wohnen, ambulanten Pflegewohngemeinschaften, sozialraumorientierten Quartierkonzepten und weiteren selbstorganisierten Wohnformen. Mehr Leistungen als in klassischen Wohnformen können nicht garantiert werden, jedoch lassen sich andere positive Argumente finden. Dazu zählen, dass Leistungsangebote besser an individuelle Lebensgewohnheiten und Bedarfe angepasst werden können und insgesamt die Zufriedenheit bei Pflegebedürftigen und Mitarbeitern steigt.

Im Folgenden finden Sie nun die Betreiber-, Immobilien-, Management- und

 

Standortanalyse für Ihre Pflegeimmobilie. Antworten zu gängigen Fragen zum Monitoring haben wir für Sie unter „Häufig gestellte(n) Fragen“ im Anhang des Berichts zusammengestellt. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihren Investments und bedanken uns für Anregungen und Ideen, die Sie jederzeit über crimrating.de/kontakt an uns herantragen können. 

mollik

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Marcus Mollik
Geschäftsführer der WH Care Holding GmbH